Beiträge von Corinna

    Liebe Frau Grote, liebe Frau Pahlke,

    als ich Siria am 24.05.2016 bei mir aufnehmen durfte, ahnte ich noch nicht, wie unglaublich das Leben mit ihr werden würde! Siria hat nicht nur mein Leben, sondern das Leben der Menschen hier in dem kleinen Ort, vor allem der Kinder sowie meiner Familie, meiner Freunde und Kollegen bereichert. Jeder Tag war tatsächlich Freude mit ihr! Ich habe selten einen Hund gesehen, der so mit Liebe überflutet wurde und der so bedingungslos alles und jeden geliebt hat! Sie hat sich mit jedem meiner Haustiere, vom Hamster über Meerschweinchen bis zur Katze gut verstanden. Außerdem hatte sie keinen Jagdtrieb und durfte viel Freiheit genießen! Bei den anderen Hundebesitzern hier im Ort war sie beliebt, da sie zu jedem anderen Hund freundlich war und bewundert, da sie selbst die Hunde, die sie angekläfft und aggressiv angegangen sind, allenfalls mit Verachtung gestraft hat! In der ganzen Zeit, in der sie bei mir war, hat sie nicht einmal einen anderen Hund angebellt!

    Im letzten Jahr im März hätte ich Siria fast verloren. Als es um die aufwändigen Behandlungen auf der Intensivstation der Tierklinik Hofheim ging, zögerte ich nicht eine Sekunde um zu sagen, dass man bitte, bitte alles notwendige in die Wege leiten sollte. Siria hatte eine Blutvergiftung und stand kurz vor dem Organversagen. Ich weiß nicht, wieviele Menschen damals mit mir um sie bangten, wieviele Gebete (es waren viele!) gesprochen wurden, doch das Wunder geschah und Siria überlebte! Sehr schnell war sie wieder ganz die Alte! Und umso mehr, noch bewusster, gestaltete ich jeden Tag so, dass es ein wirklich fabelhafter Tag in ihrem Hundeleben war. Sie war nicht nur meine geliebte Hündin, sie war Gefährtin, Seelenverwandte, "Kind", Freundin und einfach - Siria! Und jeder Tag war Freude. Als ich am 26.03.2019 wegen eines Humpelns wieder in der Tierklinik Hofheim war, ahnte ich nicht, welche Diagnose auf uns zukommen würde. Sie war knapp 7 und ich dachte an eine verfrühte Athrose.

    Es waren Metastasen im Bein. Entgegen dem Rat der Ärzte (ein gutgemeintes "medizinisch lohnt es sich nicht mehr") ließ ich ein CT machen, um zu wissen, mit was wir es genau zu tun hatten. Der "Herd" war in der Milz, Metastasen in beiden Nebennieren und wie gesagt, im Bein. Schulmedizinisch ein Todesurteil, nicht operabel. Ich war am Boden zerstört. Eine sehr gute Heilpraktikerin wurde mir im Freundeskreis empfohlen, denn immerhin waren noch keine lebenswichtigen Organe betroffen. Es gab also noch den Hauch einer Chance. So änderte ich mein Leben wieder einmal mehr (Siria hat viele positive Veränderungen bei mir bewirkt!!!) und konzentrierte mich hauptsächlich um das Wohlergehen meines Engels. Die Futterumstellung ("BARFEN") wurde begeistert aufgenommen und sie bekam einen positiven Schub mit den alternativen Heilmitteln. Doch der Krebs war wohl schon zu weit fortgeschritten.

    Die letzten 5 Nächte in ihrem Leben schlief ich nur noch neben ihr auf dem Boden (sie natürlich in ihrem Bettchen). Ich wollte ihr so nah wie möglich sein, daher schlief ich auch fast gar nicht mehr, um nicht zu verpassen, wenn es ihr zu schlecht gehen sollte. Doch es war noch Hoffnung da. In der Nacht von Fr. auf Sa. änderte es sich. Am Morgen "fragte" ich Siria ob sie noch wolle und zum ersten Mal war in ihren Augen keine Freude mehr, nur noch Leid und Müdigkeit. Sie konnte die ganze Zeit schon nicht mehr richtig laufen, doch an diesem Tag war es einfach nur noch zum Heulen. Das hatte sie, diese wundervolle stolze Galga nicht verdient. Als sie dann noch anfing zu weinen, obwohl das Schmerzmittel noch hätte 20 Stunden halten sollen war es dieser Moment in dem man als nahstehnder Menschenpartner weiß, das nun ein Punkt erreicht war, der nicht mehr gut war.

    Sie schlief am Samstag, den 27.04.2019 sanft bei der ihr bekannten Tierärztin, Tierarzthelferin und in meinem Arm im Kofferraum meines Autos, in dem Bettchen, was sie sich selbst ausgesucht hatte, ein. Sie liebte das Autofahren so sehr und es war ihr Lieblingsplatz. Sie blickte kurz vorher noch in den Himmel. So ging sie also gestern um 12.34 Uhr über die Regenbogenbrücke.

    Neben einer unendlichen Traurigkeit, dass diese wunderbare Seele so früh gehen musste, bin ich zutiefst dankbar, dass sie bei mir war. Und ich bin Ihnen sehr dankbar, dass ich durch den Verein die Möglichkeit hatte, fast 3 Jahre voller Freude und Weisheit dieses Wesens erleben zu dürfen.

    Sirias 7. Geburtstag hatten wir noch gefeiert. Und ich habe ihr in der Zeit zw. der Diagnose und ihrem "Gehen" alles geschenkt, was ich ihr geben konnte, vor allem aber Zeit und ganz viel Liebe. Ich vermisse sie sehr. Aber im Herzen habe ich sie immer bei mir.

    Ich würde mich freuen, wenn meine liebe Siria auf die Seite mit der Regenbogenbrücke kommt und sende anbei ein paar recht aktuelle Fotos zur Auswahl.

    Herzlichen Dank.

    Jasmin Sreball, Sirias "Mama"

    Doris ist gut angekommen und hat mich sofort als “Leittier”
    akzeptiert. Am Anfang folgte sie mir auf Schritt und Tritt. Jetzt kommt es auch
    schon mal vor, dass sie im Körbchen liegen bleibt, wenn ich ins Nachbarzimmer
    gehe. Ein Zeichen von Vertrauen.

    Sie läuft und schmust gern. Aber wenn ich auf Arbeit im Büro
    zu tun habe, legt sie sich ganz still hin. Man kann sie überall mit hinnehmen,
    mit ihr fällt man nirgendwo unangenehm auf. Bellen tut sie
    kaum.

    Dafür ist sie lieb und verschmust und will alles richtig
    machen. Sie zieht auch kaum an der Leine.

    Wir üben gerade
    Sitz.

Letzte Aktivitäten