Lechuga, geb. 01.03.14, 57 cm / .. kg, Pflegestelle: 06502 Thale-Wendefurth

  • Umgang/Verhalten mit Menschen: Anfangs ängstlich, es dauert bis sie Vertrauen fast

    Mit Erwachsenen:

    Mit Kindern: Aufgrund ihrer Angst, sollten keine kleineren Kinder im Haushalt leben

    Verträglichkeit mit anderen Hunden: sehr gut

    Verträglichkeit mit anderen Tieren:

    Ängste: Hektische Bewegungen, laute Geräusche, in neuen Situation Angst vor allem

    Alleinbleiben: Im Rudel super, auch mehrere Stunden

    Treppe: Draußen ok

    Autofahren: Gut

    Sonstiges:

    Allgemein: Sie ist immer noch skeptisch. Alles was neu ist macht ihr Angst. Unerwartete Situationen versetzen sie in Panik. Sie braucht sehr viel Zeit und Geduld. Im neuen Zuhause wird man sicherlich wieder einen deutlichen Rückschritt bemerken.

    Leinenführigkeit: Gut, zieht anfangs etwas

    Spiel: Mit meinen möchte sie draußen gerne spielen

    Jagdtrieb: Ja, deutlich interessiert

    Stubenreinheit: Ja

    Gesundheitszustand: Gut

  • Auch Lechuga ist gut auf ihrer Pflegestelle angekommen.

    Sie wurde positiv vom Rudel begrüßt. Hier zeigte sie sich sehr sozial und erfahren was die erste Begegnung mit fremden Hunden angeht.

    Im Haus ist sie sehr überfordert von den ganzen Eindrücken. Sie liegt noch die ganze Zeit in ihrer Transportbox die ich ihr als Rückzugsort hingestellt habe. Hier traut sie sich nicht raus.

    Gestern Abend hat sie etwas getrunken aber fressen konnte sie vor lauter Anspannung nicht. Heute hat sie schon ein paar Leckerlis genommen.

    Sie braucht nach so langer Zeit im Shelter einfach Ruhe und Zeit zum ankommen und muss Vertrauen fassen.

    Die bekommt sie hier auch. Sie kann selbst entscheiden, wann sie kommen möchte.

    Nur für die Gassirunden hole ich sie aus der Box.

    Außerhalb des Hauses ist sie souveräner.

    An der Leine läuft sie gut und zieht nicht. Ab und an läuft sie noch von rechts nach links wenn ihr etwas unheimlich vorkommt. Sonst läuft sie einfach neben mir her und weiß gar nicht so recht, was sie eigentlich machen soll.

    Aber auch das benötigt nur etwas Zeit.

    Die bekommt sie nun auch erstmal, deswegen müssen die ersten Schnappschüsse von ihr auch noch warten.

  • Endlich hat Lechuga angefangen mit fressen. Zwar nur etwas Nassfutter, wenn ich den Napf zu ihr in die Box stelle und weggehe, aber es ist ein Anfang.

    Sie braucht einfach noch Zeit zum ankommen.

    Draußen klappt es schon wesentlich besser. Wir gehen zwar bis jetzt nur auf die gleiche Wiese, aber da ist sie fröhlicher. Jedoch nimmt sie auch hier keine Leckerlis als Belohnung und lässt

    sich auch nicht gerne anfassen.


    Drinnen ist sie immernoch überfordert und fühlt sich nicht wohl. Sie möchte nicht aus ihrer Box kommen, außer ich gehe Richtung Haustür. Dann steht sie sofort hinter mir. Ich denke, hätte ich einen Garten, würde sie sich nur draußen aufhalten. Das ist aber auch verständlich, da sie das Leben im Haus ja nie kennengelernt hat.

    Hier braucht sie viel Zuspruch und Geduld, damit sie das Leben im Haus langsam kennenlernen kann.

    Hier bekommt sie nun erstmal die Zeit die sie braucht.

    Ich werde weiter berichten, wenn Lechuga Fortschritte macht

  • Lechuga ist nun seit über 1 Monat bei mir und meinem Rudel.

    Langsam macht Sie kleine Fortschritte.

    So kommt sie zum füttern schon allein in die Küche und steht mittlerweile vor ihrem Napf beim fressen (Anfangs lag sie nur zitternd davor). Nun frisst sie jetzt täglich eine gute Portion von ihrem Futter, auch das war anfangs nicht der Fall.

    Sie hat eine Lieblingsecke im Wohnzimmer gefunden wo sie nun immer liegt. Zwischen Sofa, Wand und Tisch. Da hat sie am meisten Ruhe und es ist von 3 Seiten begrenzt, da fühlt sie sich recht wohl. Ab und an liegt sie mit auf der Couch. Hier dann auch mit Körperkontakt zu den anderen Hunden, wenn diese sich zu ihr legen.

    Im Rudel kann sie mehrere Stunden ohne Probleme allein bleiben. Sie bellt nicht und macht auch nichts kaputt. Ganz allein bleibt sie schonmal für 30 Minuten. Dann fängt sie an, an der Tür zu kratzen.

    Wenn ich dann wieder nach Hause komme, freut sie sich nun auch schon sehr. Sie kommt schwanzwedelnd auf mich zu und stupst mich mit ihrer Schnauze an. Streicheln lässt sie sich aber noch nicht.

    Draußen zeigt sie sich schon selbstbewusster. Allerdings gehen wir nach wie vor nur auf die gleiche Wiese. Hier zeigt sie schonmal ihre Lebensfreude. Wenn Sie kurz ihre Angst vergisst, läuft sie schwanzwedelnd an der Leine, möchte mit den anderen Rennen, kommt zu mir und schnuppert an meiner Hand und springt neben mir her. Passiert allerdings etwas unerwartetes, gerät sie sofort in Panik. Sie verfällt dann in alte Verhaltensmuster und hat auch große Angst vor mir. Nach einer Weile entspannt sie sich dann wieder. Diese Umschwünge passieren innerhalb weniger Sekunden. Man sollte also immer darauf gefasst sein.

    Ansonsten läuft sie toll an der Leine und orientiert sich schon ab und zu an mir.

    Bei den täglichen Leckereien die es gibt, ist sie nicht wählerisch. Egal ob Hühnerfuss, Kaninchenohr, Dentastix, etc Alles wird gerne genommen. Hier kommt sie voll aus sich raus und vergisst total ihre Angst. Da wird an mir hochgesprungen und hin und her gerannt weil sie es gar nicht abwarten kann. Das Leckerli nimmt sie dann vorsichtig und rennt zu ihrem Lieblingsplatz. Diese Sekunden ohne Angst sind so schön mit anzusehen.

    Wenn Sie auf der Couch oder in ihrer Ecke liegt, kann ich sie streicheln. Allerdings duldet sie es nur, genießen tut sie es nicht. Ich merke das sie angespannt ist und sich unwohl fühlt. Wenn ich dann aufhöre, wird erstmal tief ausgeatmet nach dem Motto "ich hab es tatsächlich überlebt". Ich tu dies immer nur kurz, damit sie sich daran gewöhnt.


    Sie wird noch sehr viel Zeit und Geduld brauchen um zu verstehen, dass ich ihr nichts böses möchte. Aber es ist toll zu sehen, dass sie ganz kleine Fortschritte macht.

  • Mal wieder ein paar Neuigkeiten zu Lechuga ihren Fortschritten...


    Sie hat sich nun schon recht gut entwickelt. Seit ein paar Tagen gehen wir jeden Tag mit einer Freundin und ihren beiden Rüden spazieren. Auch in ihr unbekannten Gebieten. Natürlich immer darauf achtend, dass uns niemand anderes begegnet. Manchmal lässt es sich jedoch nicht vermeiden. So haben wir schon einen Jogger getroffen, der war ganz schlimm für sie. Da war ich froh das ich sie dreifach gesichert hab.

    Auch ein Fahrradfahrer hat uns schon überrascht im wahrsten Sinne des Wortes... Hier waren wir so überrascht, weil wir ihn erst bemerkt haben als er hinter uns stand, dass keiner groß reagieren konnte. Auch Lechuga nicht.

    Sonst genießt Sie mittlerweile die Spaziergänge und schnuppert gerne überall. Und springt auch mal etwas an der Leine vor lauter Freude. Ab und an hat sie dann auch noch Angstmomente. Aber hier verhalten wir uns einfach ganz normal, dann kommt sie da schnell wieder raus. Sie lässt sich auch schon abrufen und kommt dann um sich vorsichtig ihr Leckerli zu holen.

    Auch ins Auto springt sie nun schon allein rein und raus.


    Das sind wirklich wahnsinnige Fortschritte die Sie gemacht hat. Ich bin so stolz auf sie.


    Gestern Abend war das erste mal Besuch bei mir Zuhause. Meine Freundin kam um auch diese Situation mit Lechuga zu üben.

    Als sie reinkam war Lechuga ängstlich und unsicher aber nicht panisch. Sie blieb auf dem Sofa liegen und hätte sich gerne unsichtbar gemacht. Wir verhielten uns ganz normal und schenkten ihr keine Aufmerksamkeit.

    Beim Abendessen konnte sich meine Freundin sogar auf die direkt daneben stehende Zweiercouch setzen und Lechuga blieb lieben.


    Sie hat sie dann mit ein paar Süßkartoffelpommes bestochen die sie vorsichtig genommen hat.

    Dann konnte sie Lechuga auch streicheln. Sie hat es aber nur über sich ergehen lassen und war froh als die Hand wieder weg war.

    Aber das ist so viel mehr als ich erhofft hatte :love:


    Ich hoffe wir machen weiter solche tollen Fortschritte

  • Lechuga macht weiterhin Fortschritte. Sie wird jedoch immer ein Hund bleiben, der dem Menschen gegenüber etwas skeptisch bleibt.

    Heute hab ich sie nach dem Spaziergang das erste mal gebürstet. Sie fand es etwas seltsam, hat aber still gehalten.

    Mittlerweile freut sie sich immer sehr, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, dass ist so schön.

    Heute sind wir beim Spaziergang 3 Feldhasen begegnet. Sie hat definitiv Jagdtrieb dass konnte ich sehr deutlich merken. Sie war fixiert auf die 3 und als sie weg rannten, wäre sie gern hinterher. Sie war so aufgedreht dass sie voll in die Leine sprang. Wir drehten dann um und gingen dem Weg etwas zurück bis sie sich beruhigt hatte. Dann konnten wir ohne Probleme unseren Spaziergang fortsetzen.

    Auto fährt sie mittlerweile sehr gut mit. Sowohl im Kofferraum in einer Box als auch auf der Rücksitzbank.

    Demnächst werden wir mal schauen, wie sie sich in der Stadt verhält... Ich bin gespannt

  • Letzte Nacht hat es bei uns sehr heftig gewittert. Davor hatte Lechuga wirklich Angst. Sie lag zitternd vor der Couch auf dem Boden in eine Ecke gedrückt und hatte sichtlich Stress. Sie hat gehechelt und hatte die Augen weit aufgerissen. Alle anderen lagen entspannt auf der Couch und waren am schlafen, doch an ihnen hat sich Lechuga nicht orientiert, wie leider so oft in Stresssituationen. Hier kommt sie dann aus ihrer normalen Reaktion, Angst und Skepsis, nicht heraus um sich am den anderen orientieren zu können.


    Sonst hat Sie sich gut entwickelt und ist mir gegenüber schon recht aufgeschlossen.

    Mittlerweile zeigt Sie auch bei unseren Spaziergängen deutliches Interesse an Wild. Ich denke, wenn sie nicht angeleint wäre, würde sie jagen. Das werden wir versuchen mithilfe der Schleppleine heraus zu finden.

  • Am Donnerstag war Lechuga das erste Mal in der Hundeschule. Zum Gruppentraining waren noch 2 weitere Hunde mit ihren Besitzern dort.

    Bei der Ankunft war Lechuga sehr skeptisch und ich ging erstmal ein paar Schritte mit ihr außerhalb des Platzes, dass sie sich etwas entspannen konnte.

    Dann ging es auf den Platz. Hier war sie recht neugierig, aber umso dichter wir den anderen Teams kamen umso mehr Angst bekam sie wieder. Also hielten wir viel Abstand und schauten uns erstmal alles von weiter weg an. Sie wurde wieder etwas sicherer und so umkreisten wir die Teilnehmer und ihren Übungsparcours mit genug Abstand. Hier war sie unsicher, aber nicht ängstlich.

    Als die anderen eine Spielpause machten auf der zweiten Wiese, ging die Trainerin einfach nur neben uns her. Hier wurde Lechuga wieder ängstlich. Wir sind einfach wortlos nebeneinander her gelaufen und Lechuga wurde nach einer Weile neugierig und setzte ihre Nase ein. Die Trainerin ging rechts neben mir und Lechuga links, dass ging dann nach einer Weile auch ganz gut. Aber Lechuga ließ sie nicht aus den Augen.

    Dann umkreisten wir wieder die anderen und schauten uns die Pylonen und Reifen etwas genauer an.

    Am Ende sollte sie noch etwas den Platz an der Schleppleine erkunden, doch sie zog es vor schwanzwedelnd neben mir her zu laufen. Das hat mich sehr gefreut...

    Und auch so hat sie die erste Stunde besser gemeistert als ich gedacht habe.

    Zum krönenden Abschluss hat sie dann auch noch ein Leckerli von der Trainerin genommen.

    Nächsten Donnerstag geht es wieder hin... Ich bin gespannt und werde wieder berichten

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