Turron2, geb. 23.01.16, 45 cm / 17 kg, Pflegestelle: 24582 Bordesholm

  • Umgang/Verhalten mit Menschen


    Mit Erwachsenen:

    zurückhaltend bis neugierig, immer freundlich; lässt sich von allen anfassen (je nach Mensch mit leichtem Zittern oder auch genießend anschmiegsam)


    Mit Kindern:

    noch keine Gelegenheit zum Testen gehabt


    Verträglichkeit mit anderen Hunden:

    Sehr gut, bei Hundebegegnungen draußen zurückhaltend bis neugierig interessiert und freundlich, aber nie aufdringlich und in keinster Weise aggressiv. Im Freilauf auf dem Hundespielplatz integriert er sich in die Hundegruppe und zieht sich zurück, wenn es ihm zu viel wird. Mit meinen Hunden kommt er gut aus, wobei es jetzt (nach drei Tagen) eher noch ein freundliches Nebeneinander als ein Miteinander ist.


    Verträglichkeit mit anderen Tieren:

    Bislang nicht getestet. Der Vorbesitzer meint, er würde gut mit Katzen zurechtkommen.


    Ängste:

    Ja, oft aus nachvollziehbaren Gründen, z. B. das Rollen der Mülltonnen am Abfuhrtag, lautes Niesen, Rasenmähergeräusch, Unbekanntes (vor der Trampolin springenden Nachbarin ist er im Blitztempo nach drinnen geflüchtet). Interessanterweise blieb er ganz ruhig an der befahrenden Hauptstraße, beim Vorbeifahren des Müllautos, als ein Fahrrad mit ratterndem Anhänger entgegenkam. Manchmal reagiert er aber mit plötzlichem Weglaufen (zu Hause in seine Box oder unter den Tisch) oder (draußen) extremen Ziehen an der Leine, wenn es keine für mich erkenntliche Ursache gibt. Man muss ständig auf der Hut sein, damit er aus so einer Situation heraus nicht spontan auf die Straße springt.


    Alleinbleiben:

    Er ist hier nie alleine, sondern immer mit meinen beiden Hunden zusammen. Im Rudel alleine bleiben funktioniert gut. Er weint nicht, wenn ich wegfahre, und wenn ich wiederkommen, freut er sich, alles ist im Haus heile geblieben, keine Anzeichen von Stress durch meine Abwesenheit. Innerhalb des Hauses akzeptiert er es, wenn ich die Türen hinter mir schließe und er nicht mitkommen darf (z. B. ins Bad).


    Treppe:

    keine Angst. Er sieht beim Treppesteigen aber nicht elegant aus, als wäre das für ihn von der Bewegung her etwas schwierig. Er sollte m. E. nach nicht gezwungen sein, regelmäßig mehrfach am Tag Treppen zu steigen.


    Autofahren:

    sehr gerne


    Sonstiges:

    Turron sammelt gerne. Er trägt seine Schmusedecke und was ihm sonst noch wichtig erscheint, gerne ins Bett. Er kuschelt sich gerne ganz fest an und genießt die körperliche Nähe.


    Allgemein:

    Turron ist er superlieber Schatz und ein wirklich feiner Kerl. Er will alles richtig machen und scheint sehr intelligent zu sein. Er braucht Menschen mit viel Geduld, um ihn langsam von seiner Angst zu befreien, denn ein Urvertrauen hat er nie aufbauen können. Auch wäre es sicher gut, wenn man Turron eine Rückzugsmöglichkeit im Haus gibt, z.B. eine große Box oder eine Ecke, die nur für ihn ist, dort kann er dann gut zur Ruhe kommen.


    Leinenführigkeit:

    Gar nicht. Er zieht wie ein Trecker und hat dabei keinerlei Kontakt zu mir. Inzwischen (nach drei Tagen) schaut er sich immerhin schon mal um, wenn ich stehen bleibe und es darum nicht weitergeht. An der 10m - Schleppleine läuft er deutlich entspannter, was aber nur in der freien Natur möglich ist und nicht auf dem Gehweg.


    Spiel:

    Hat es auf dem Hundespielplatz genossen, in der Hundegruppe herumzulaufen, aber direkt gespielt hat er nicht. Meine Kleine spielt nicht und mein Großer spielt ihm zu ruppig.


    Jagdtrieb:

    Als mein Großer vorgestern schreiend (an der 20m - Schleppleine) einem Reh hinterher wollte, saß Turron mit entspannt daliegender Leine als interessierter Beobachter am Feldrand und zeigte keinerlei Anzeichen dafür, dass er mitmachen wollte. Aber er hat unterwegs immer die Nase oben oder verfolgt Spuren auf dem Boden. Ich denke, wenn er sich erst einmal sicherer fühlt, wird er sich daran erinnern, dass er ein Jagdhund ist...


    Stubenreinheit:

    Ja, macht sich bemerkbar (fiept), wenn er muss. Der Vorbesitzer sagte, er würde immer aus Angst unter sich pieschern, wenn er die Wohnung verlassen sollte. Das ist hier nicht vorgekommen. Er freut sich, wenn er merkt, dass es gleich losgeht. Dann kommt er auch selbständig zu mir und lässt sich das Geschirr anziehen.


    Gesundheitszustand:

    Ich habe ihn gerade entwurmt und ihm ein Parasitenmittel gegeben. Er hat einen klaren Blick und wirkt sehr aufmerksam. Er kratzt sich oft und hat unterschiedlich festen bis fast flüssigen Stuhl. Er frisst noch in Hektik, d. h. er nimmt etwas, rennt dann weg, wieder zum Napf usw., lässt das Essen oft stehen und frisst dann erst bei der nächsten Mahlzeit den Rest. Da er ja im Moment noch sehr nervös ist (draußen nonstopp am Schnuppern und ziehen, drinnen hektisches hin- und herlaufen), mag das wohl daran liegen. Er ist ein bisschen zu moppelig, was wohl an der nicht ausreichenden Bewegung liegt. Der Vorbesitzer sagte, aufgrund der großen Angst in der Stadt sei er häufiger nur kurz mit ihm draußen gewesen. Nun hat er deutlich mehr Bewegung, was ihm sichtlich gefällt. Ich hoffe, dass sich darüber seine Muskulatur stärkt und er auch mit der Treppe leichter klar kommt.


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  • Turron ist gut bei uns angekommen. Er ist sehr freundlich und aufgeschlossen. Allerdings im Haus ist es sehr ungewohnt für ihn, er liegt neben unserem Klavier in der Ecke sehr separat, dort habe ich ihm eine Decke hingelegt. Draußen ist alles super. Gestern saß er in der Ecke und zeigte uns den Rücken. Heute morgen wurde ich schon freudig begrüßt, allerdings hat er großen Respekt vor unserem kleinen Chihuahua, der sehr dominant ist. An diese Situation müssen sich beide noch gewöhnen. Meistens liegt er aktuell in der geschützten Ecke, aber er schaut jetzt immer interessiert zu. Ab und an steht er dann auch auf, begrüßt uns und geht wieder auf seinen Platz. Er benötigt einfach Zeit um sich an das Leben in einer Familie und vor allen Dingen im Haus zu gewöhnen. Stubenrein ist er aber definitiv, er hat bisher super eingehalten und die Nacht auch durchgeschlafen. Er ist ein ganz entzückender Bub, der sehr sanft und freundlich vom Wesen her ist.

  • Heute berichte ich wieder über unseren Turron genannt auch Ronny. Wir üben jeden Tag an der Leine zu laufen, mittlerweile klappt es schon besser und er fängt auch an ab und an mal draußen zu markieren. Nachdem er sich gestern überhaupt nicht vom Platz bewegte, ist er heute umso aufgeschlossener. Er gewöhnt sich so langsam an den kleinen Dominanten aus dem Rudel. Er kommt ab und an mal zu uns und wedelt freudig, das finde ich wunderbar. Draußen ist er auch sehr gern und so langsam kehrt ein Strahlen in seine Augen zurück. Er bekommt so langsam Lebensfreude. Er frisst und trinkt gut, aber noch separat und auf seinem Platz, da fühlt er sich sicher. Vor meinem Mann hat er großen Respekt. Ronny hat definitiv schlechte Erfahrungen in Form von Misshandlungen gemacht. Daran arbeiten wir, dass er einfach merkt, hier möchte ihm keiner was böses. Ich werde wieder berichten.

  • Turron entwickelt sich wirklich gut. Er liebt zwar immer noch seinen geschützten Platz sehr, aber er kommt immer öfter mal neugierig vorbei. Ich werde mittlerweile immer freudestrahlend von ihm begrüßt. Er liebt die langen Spaziergänge, er liebt es zu rennen und er liebt auch mal einen schönen Kauknochen. Er macht sich bemerkbar, wenn er raus muss und er ist absolut freundlich und genießt mittlerweile auch die Zuneigung. An der Leine laufen wird immer besser. Wenn er vorher nicht ins Haus wollte, so kann er es, wenn wir draußen stehen, kaum noch abwarten in die gute warme Stube zu kommen.

  • Heute berichte ich wieder über Ronny. Heute morgen war es echt lustig. Turron machte sein Geschäft und da ich die Hinterlassenschaft mit einem Hundekotbeutel wegmachte, stellte ich diese an den Wegesrand um bei meiner Rückkehr es wieder einzusammeln. Turron hingegen fand die Tüte so spannend, dass er sie oben am Knoten zwischen die Zähne nahm und fleißig mit sich rum trug. Als ich es merkte, hat er es „plumps“ sofort fallen gelassen. Ich musste wirklich lachen und das morgens um 5 Uhr...

    Mittags geht Ronny meistens raus toben, wenn er angerannt kommt, ist er so flott, dass man denkt er lacht einen an. Wahnsinn wie schnell er ist und welche Freude er dabei hat. Wir üben derzeit den Rückruf, es klappt super. Freudestrahlend kommt er auf mich zugerannt, so dass man schon Angst bekommt er könne nicht mehr stoppen. Aber er stoppt und mittlerweile nimmt er draußen endlich Leckerlies von mir. Er freut sich so dermaßen, dass mir schon fast die Tränen kommen, wie glücklich er mittlerweile draußen beim Spiel und beim Spaziergang ist. Es ist wunderbar zu sehen wie er sich entwickelt.

  • Huhu ihr da draußen, heute berichte ich wieder von unserem Pflegi Turron. Er entwickelt sich prächtig. Nachdem ich mit einem Hundetrainer Kontakt aufgenommen habe, da er morgens große Angst und Panikattacken hatte. Jetzt klappt es einwandfrei, er kommt zu mir und lässt sich anleinen.

    Sind alle aus dem Haus und es kehrt Ruhe ein... siehe da... da kommt er raus und begleitet mich im gesamten Untergeschoss. Gerne mag er Kauknochen, auch ansonsten hat er aktuell eine kleine Hortungsphase...

    Heute war ich Einkaufen, als ich wieder kam, fand ich einen Turron inmitten von lauter Decken und einer Hundebox (die wohl die Decke nicht so hergeben wollte) und massig Kinderspielzeug. Obwohl ich alle Tonnen zugemacht hatte, hat Turron sie geöffnet und die Tonne durchwühlt und das rausgepickt was er so gebrauchen kann. Aber er lässt fast alles ganz.

    Vorhin hat er den Socken von meiner Tochter geklaut, da sie diese immer auszieht. Ihr Blick einfach zum kaputtlachen... als Turron mit ihrem Socken davon stolzierte.

    Er ist sowas von lieb, immer wieder möchte er Anerkennung.

    Zeitweise setze ich mich auf den Boden und dann kommt er zu mir und schnüffelt (er könnte glatt ein Spürhund werden). Dann werde ich abgescannt und dann lässt er sich knuddeln...

    Ich bin hin und weg...

    Es macht Spaß mit ihm zu arbeiten und die tollen Fortschritte zu sehen.

  • Heute möchte ich wieder aus unserem Leben mit Turron erzählen.

    Turron ist ein wunderbarer und echt liebevoller Hund, der in einem ruhigen Zuhause mit älteren Kinder gerne ab 12 Jahren sehr glücklich wäre. Er hat seinen Rückzugsort mit großer Hundebox in unserem Gästezimmer bekommen, es ist direkt an das Wohnzimmer angrenzend. Ronny hat es super angenommen und findet es klasse sich dort zurückziehen zu können, wenn es sehr stressig durch unsere kleinen Kinder ist. Ab und an schaut er mal raus wenn es ruhig ist und freut sich riesig wenn ich ihn besuche. Wenn viel Stress und Kinderlärm ist, schließe ich die Tür um ihm die nötige Sicherheit und Ruhe zu geben. So auch gestern wie Besuch zu Weihnachten da war. Er fand es gut und konnte so auch gut zur Ruhe kommen.

    Draußen ist er so glücklich und erkundet die Welt und tobt durch die Gegend. Er ist eine absolute Wasserratte und ich muss immer aufpassen, dass er nicht in den Fluss springt. Er rennt dann immer über die Wiesen und springt über die Wassergräben und Rinnsale. Dann holt er einen Stock mit einem Meter Breite und kommt in vollem Karacho angerannt (ich habe dann immer Angst um meine Beine). Gerne möchte er ihn immer zerkauen, daran arbeiten wir gerade dass er das nicht darf. Ronny tobt immer mit unserer kleinen spanischen Rennmurmel herum, irgendwann ist er dann aus der Puste und schnüffelt sich wieder von a nach b.

    Wir gehen immer gewohnte Runden, manchmal mit einer kleinen Erweiterung und danach wieder das Bekannte. Es ist wichtig für ihn und er kann sich daran gut orientieren.

    Sitzt er bei mir, kuschelt und genießt er sehr die Zuwendung.

    Hat er Angst so setzt er sich hinter mich.

    Er vertraut mir und weiß dass er sich auf mich verlassen kann. Das sollte auch seine zukünftige Familie mitbringen, da er in so einigen Situationen unsicher ist.

  • Heute will ich euch mal wieder berichten:

    Ronny lebt nun schon seit 1 Monat bei uns und hört mittlerweile super auf den Rückruf. Er ist aktuell mit uns auf Reisen und hat das auch gut gemeistert. Das Autofahren klappt mittlerweile auch gut, er fühlt sich wohl im Auto. Er ist ein sehr verträglicher Artgenosse zu fremden Hunden. Er mag es nicht wenn er angebellt oder angeknurrt wird, dann möchte er am liebsten die Flucht ergreifen. Jagdtrieb kann ich auch nicht wirklich erkennen, für die Möwen und Vögel und Hasen hier interessiert er sich nicht.

    Auch wenn hier mein Rudel untereinander knottert, stört ihn das nicht mehr.

    Mein Mann ist mittlerweile auch in das Training mit inbegriffen, damit Turron Stück für Stück lernt, dass Männer ihm nichts Böses wollen. Meine Gegenwart mag er sehr, auch liebt er die Streicheleinheiten von mir. Meine kleinen Kinder sehen ihn allerdings selten, da er sobald der Trubel losgeht sich in seine Box verkrümelt.

    Unsere große Tochter mag er allerdings auch sehr.

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